Kopfschmerzen

Pochend, dröhnend, stechend – Kopfschmerzengibt es in vielerlei Ausprägungen. Was jedoch fast immer zutrifft ist, dass sie den Alltag der Betroffen zur Qual machen können. Dabei ist es oft kaum mehr möglich, den täglichen Aufgaben wie gewohnt nachkommen zu können. 

Beinahe jeder Mensch kennt Kopfschmerzen. Rund die Hälfte aller Menschen  klagen innerhalb eines Jahres mindestens einmal über Schmerzen im Kopfbereich.

Experten unterscheiden dabei über 220 verschiedene Formen von Kopfschmerzen.

Es wird zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen unterschieden. Primäre Kopfschmerzen lassen sich nicht durch eine andere zugrunde liegende Erkrankung erklären und sind für einen Großteil aller Kopfschmerzfälle verantwortlich. Am häufigsten sind Spannungskopfschmerzen und Migräne vertreten.


Sekundäre Kopfschmerzen entstehen als Folge einer anderen Erkrankung, deren Behandlung dann im Vordergrund steht (z. B. Kopfschmerzen nach Schädel-Hirn-Trauma, bei Infektionen etc.).

SPANNUNGSKOPFSCHMERZEN

MIGRÄNE

  • Drückend-dumpfe Kopfschmerzen von leichter bis mittlerer Intensität, die meist beidseitig lokalisiert sind.
  • Starke Kopfschmerzen, die einseitig lokalisiert und pulsierend, pochend oder hämmernd sind.
  • Meist durch Verspannungen der Schulter-, Nacken- und Kiefermuskulatur ausgelöst (falsche Körperhaltung, wiederholte einseitige Bewegungen, Bewegungsmangel).
  • Typische Begleitsymptome sind Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit.
  • Häufig in Zusammenhang mit Stress, Depressionen und/oder Angst.
  • Körperliche Aktivitäten verstärken oft die Symptome (Gehen, Treppen steigen etc.).
  • Auch Schlafmangel, falsche Ernährung, Alkoholkonsum und Rauchen können Kopfschmerzen verursachen.
  • Migräneattacken treten durchschnittlich 1–6-mal pro Monat auf und dauern unbehandelt zwischen 4 und 72 Stunden.
  • Gelegentlich begleitet von Übelkeit, Geräusch- oder Lichtempfindlichkeit (zumeist deutlich schwächer ausgeprägt als bei Migräne).
  • Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter sind von Migräne betroffen, die möglicherweise durch hormonelle Schwankungen verursacht wird.
  • Spannungskopfschmerzen dauern unbehandelt zwischen 30 Minuten und 7 Tagen.
  • Bei 10–15% der Betroffenen kündigt sich ein Migräneanfall durch die sogenannte „Aura“ an, die meist 30–60 Minuten dauert. Typische Aura-Symptome sind z. B. Sehstörungen (Schleiersehen, Lichtblitze oder Flimmern).
  • Episodische Spannungskopfschmerzen treten an weniger als 15 Tagen im Monat auf. Bei häufigeren Attacken spricht man von chronischen Kopfschmerzen.
  • Migräne lässt sich gut in den Griff bekommen, wenn Sie Ihre persönlichen Auslöser meiden und rechtzeitig zum richtigen Schmerzmittel greifen.